Urlaubsland Schweiz
Die Schweiz – ein beliebtes Reiseland schon seit römischer Zeit
Mit ihren einzigartigen, vielfältigen und abwechslungsreichen Landschaften, ihren eigenständigen kulturellen und folkloristischen Traditionen ist die Schweiz bereits naturräumlich als ein Reiseland par excellence prädestiniert, ihre unvergleichlichen Bergpanoramen sind weltweit bekannt und berühmt und stehen gewissermaßen als Synonym für Wintersport, Alpinismus und Naturnähe. Schon die Römer entdeckten die zahlreichen Heilquellen des Landes und entwickelten diese im Laufe ihrer langen alpinen Präsenz zu einer ausgeprägten Thermen- und Bäderlandschaft.
Weitere Besucher wurden seit dem Mittelalter durch die damals schon grenzüberschreitend berühmten Universitäten in Lausanne, Basel und Genf angezogen, die große Rolle, die die Schweiz noch heute in Chemie und Pharmazie spielt, hat ihren Ursprung in dieser Zeit. Das Land galt schon früh als Hort von Wissenschaft und Kultur, Ressourcen, die es angesichts seiner sonstigen materiellen Rohstoffknappheit weitblickend ausbaute und geschickt vermarktete.
In der Schweiz arbeitete bereits 2002 jeder 12. Erwerbstätige im Tourismus, in den Bergregionen sogar jeder 3., was die riesige Bedeutung des Fremdenverkehrs für das bei Reisenden aller Art seit jeher gern besuchte Alpenland anschaulich verdeutlicht. Neben den Hauptdestinationen für Wintersport wie vor allem Graubünden, der Ostschweiz, dem Wallis und der Zentralschweiz, bieten die altehrwürdigen Schweizer Städte wie Zürich, Basel, Genf und Bern dem Besucher eine nahezu unüberschaubare Vielfalt an Geschichte, Tradition und Kultur.
Gemeinhin gelten die Briten als die Pioniere des Wintersports in der Schweiz, sie waren mit die ersten, die sich mit Hilfe der im 19.Jahrhundert neu gebauten Eisenbahnen auf die schneebedeckten Gipfel der Alpen und auf die Skier wagten, und damit einen bis heute anhaltenden Trend begründeten, der die Schweiz wohl weltweit zu eine der wichtigsten Wintersporthochburgen macht.
Das beginnende 20.Jahrhundert war bis zum Beginn des 1.Weltkrieges durch einen anhaltenden Boom des Tourismus geprägt, die nach Kriegsende einsetzende kurze Erholung von den vorübergehend stark sinkenden Besucherzahlen wurde jedoch mit dem einsetzenden 2.Weltkrieg erneut stark geschwächt. Relativ schnell erlangte die Schweiz jedoch nach 1945 ihre alte Rolle als Feriendestination zurück, und ab den 1950er bis in die frühen 1970er Jahre erlebte das Land einen weiteren Aufschwung mit kontinuierlich steigenden Besucherzahlen, der in den 1980er Jahren leicht sank, um jedoch mit Beginn der 1990er Jahre und der Gewinnung neuer Zielgruppen wieder neue Fahrt gewann.